Begrüßt wurde die Gruppe durch Bernd Kappenstein, Konzernabteilungsleiter Regionalentwicklung der MVV Energie AG, Mitglied im Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises und vielen bekannt als ehemaliger Schwetzinger Oberbürgermeister. Kappenstein stellte die verschiedenen Geschäftsfelder im Bereich Umwelt und Energie der MVV Energie vor und erläuterte in der anschließenden Diskussion die durch die Liberalisierung im Energie- und Versorgungssektor freigesetzten Marktkräfte, deren Chancen die MVV Energie als börsennotierte Aktiengesellschaft im zunehmenden Wettbewerb konsequent zur Fortsetzung ihres Wachstumskurses nutzen will. Im weiteren Verlauf erklärte mit Asmus Korporal ein sehr kompetenter Ingenieur der MVV Energie die wirtschaftlich einsetzbaren Techniken der Verbrennung, der Energieumwandlung in Strom, Wärme und Industriedampf und schließlich den aufwendigen Prozess der Abgasreinigung und Rückstandsentsorgung - all dies vor dem Hintergrund, da vor wenigen Jahrzehnten der Rauch noch ungefiltert in die Atmosphäre entwich und Deponien unablässig treibhausschädliches Methangas freisetzen. Die anschließende Führung über das Gelände verdeutlichte, welche Investitionen der Betrieb von modernen Anlagen erfordert. Bereitwillig erhielten alle Teilnehmer zu Fragen ausführlich Auskunft, so dass die Besichtigung weit über die geplante Länge dauerte. Insbesondere war zu erfahren, dass Biomassekraftwerke sich von Müllverbrennungsanlagen im wesentlichen nur durch das Heizmaterial Holz unterscheiden, und aus Abgasgesichtspunkten keinen Unterschied darstellen, da auch stark behandeltes Holz im Biomassekraftwerk verbrannt werden kann.
Die Eindrücke dieses aufschlussreichen Tages bestärken die FDP in ihrem Appell an den Bürgersinn, Abfallvermeidung und Sparsamkeit mit knappen Rohstoffen zum oberstes Gebot zu machen. Darüber hinaus bietet Verbrennung von Restmüll, insbesondere von Biomasse richtige Ansätze, um die unvermeidliche Umwelt- und Klimabelastung möglichst gering zu halten und dem mittelfristig hohen Energiebedarf Rechnung zu tragen. Hier setzt die FDP auf die Innovationskraft der freien Wirtschaft unterstützt durch universitäre Forschungsprogramme mit dem Ziel der Bereitstellung neuer Techniken zur Rauchgasentgiftung und effizienten Energieumwandlung.